2018 - Herrentour

Die Fronleichnamswoche haben einige Wanderfahrer des Wassersportvereins Rheine (WSV) wieder traditionell für die Herrentour genutzt, das heißt, eine Woche ist man mit Booten, Wohnmobil, Wohnwagen und Zelt bei einem anderen Kanuverein zu Gast. In diesem Jahr fuhren die WSVer nach Eschwege zum dortigen Kanu Club. Er war bereits 1996 Anlaufstelle gewesen. Eschwege ist die Kreisstadt im Werra-Meißner-Kreis im Nordosten von Hessen, an der Grenze zu Thüringen gelegen.

Nach der Ankunft bauten die Kanuten zügig ihr Campinglager auf, um von hier aus die Werra, den ehemaligen Grenzfluss zwischen Ost und West, zu erkunden. An sechs Tagen und strahlendem Sonnenschein gingen die Kanufahrten von Creuzburg über Treffurt, Wanfried, Eschwege, Bad Sooden-Allendorf bis zum Stockmacherstädtchen Lindewerra. Dort erinnerte sich ein Kanute an seine Erstbefahrung auf der Werra im Jahre 1964. „Wir wurden damals hier von einem Hubschrauber begleitet und aufgefordert, nur die linke Flussseite zu befahren. Die Flussmitte war nämlich der Grenzverlauf zur DDR“, beschrieb er nachdenklich die Situation an der früheren innerdeutschen Grenze.
Deshalb stand auch der Besuch des Grenzmuseums in der Nähe von Bad Sooden-Allendorf auf dem Programm, in dem die Kanuten die Geschichte der Grenze noch einmal deutlich vor Augen geführt bekamen. 
Die Boote gegen Fahrräder tauschten die WSVer dann, um die alte Fachwerkstadt Eschwege zu besichtigen.

Im kommenden Jahr feiert die Herrentour Goldjubiläum. Zum 50. Mal findet sie dann statt – und die Wanderfahrer wünschen sich wieder so tolles Wetter wie jetzt.