Kanuregatta Rheine

Medaillenjagd auf der Ems vor heimischer Kulisse
Einige WSV-Kanuten absolvierten ihre erste Regatta


Klein, aber fein – so kann man die Rheiner Regatta bezeichnen, bei der am letzten Wochenende auch ein Team des Wassersportvereins Rheine (WSV) am Start war. Da die Regattastrecke „um die Ecke“ vom Vereinsheim liegt, wurde hier für das Wochenende direkt Station gemacht – keine weiten Wege, kein umständliches Auf- und Abladen der Boote.

Für einige Kanuten des WSV bedeutete die Rheiner Regatta ihre erste überhaupt – und dann noch vor heimischer Kulisse auf der Ems; leicht nervös war entsprechend die Stimmung. Bei den 15- bis 16-Jährigen war es Simon Heeke, bei den 13- bis 14-Jährigen waren es Yannick Wehrmeyer, Eric Böckenhauer und der 12-jährige Kevin Rempel, die nach langer Vorbereitung nun endlich ihre erste Regatta fuhren. Wichtig war ihnen vor allem, Erfahrungen zu sammeln und zu „gucken, wie es läuft“.  

Dabei erreichten Yannick Wehrmeyer und sein Zweierpartner Eric Böckenhauer bei den Schülern A über 2000 Meter auf Anhieb die Silbermedaille – eine sehr gelungene Premiere. Kurioses am Rande: So gut sie als Duo harmonierten, so viel Pech hatten sie in ihren K1-Rennen über 200 Meter. Sie konnten nicht teilnehmen, da beide am Start gekentert waren. Nachdem Eric vom DLRG-Boot an Bord genommen worden war, schwamm Yannick Wehrmeyer selber an Land und stieg wieder ein. Aber dann erwischte ihn das DLRG-Boot, das gerade Eric Böckenhauer rettete, so dass auch er wieder kippen ging und aufgab.

Der dritte Debütant Simon Heeke startete bei der männlichen Jugend und erpaddelte sich auf der Langstrecke über 5000 Meter einen guten Bronzeplatz. Ganz so gut lief es über die 125 Meter nicht, da flog er im Vorlauf heraus; über die 200 Meter-Distanz erreichte er den Endlauf, kippte aber dort kurz vorm Ziel.

Das einzige Mädchen der Altersklasse B, Merethe Jürgens, sammelte Erfahrungen in einigen Mannschaftsbooten. So fuhr sie in diversen Zweierbesetzungen – unter anderem mit ihrem Zwillingsbruder Emil im Mixed-Boot – und holte im Vierer mit dem Canu Club Emsdetten sogar die Goldmedaille über 200 Meter.

Auch bei den männlichen Schülern A und B wurden die Mannschaftsboote gut gemischt, so dass auch dort die Neulinge mit ihren erfahreneren Sportkollegen paddeln konnten.
Für den größten Teil der Mannschaft, den zwölfjährigen Jungs Emil Jürgens, Ben Kuberek, Erik Neumann und Lukas Meemann sowie den beiden Elfjährigen Luca Reiners und Justus Röttger, war das Wochenende ebenfalls sehr erfolgreich. Sie scheuten die starke Konkurrenz nicht und erreichten in vielen Wettkämpfen Medaillenränge.

In der nächsten Altersklasse – mit zehn Jahren Jonte Puschmann und Finn Schildkamp – gingen zwei Kanuten an den Start, die ebenfalls schon auf ein paar Jahre Erfahrung zurückblicken konnten. Beide sicherten sich Medaillen in ihren Wettkämpfen und behaupteten sich gegen jeweils starke Teilnehmerfelder. 

Für die jüngsten der Vereine (Altersklasse 7 bis 9) gab es die Schülerspiele, die aus 750 und 250 Meter Paddeln sowie 750 Meter Laufen bestanden. Hier erreichte in der Altersklasse 9 Fabian Reiners den zweiten Platz, sein Mannschaftskollege Marlon Eiter reihte sich einen Platz dahinter auf Rang 3 ein.

Nicht nur die Youngster, auch Trainer Christian Lüttmann startete in der Herren Leistungsklasse. Er landete zwar über die Kurzdistanzen nur auf Platz 5, die Langstrecke über 5000 Meter lief allerdings besser für ihn. Hier gewann er die Bronzemedaille. Die hängte er sich auch im Duo mit Karsten Schädel (Einzelstarter NRW aus Rheine) und im K4 mit Kanuten vom Kanu Club und aus Recklinghausen über 200 Meter um den Hals.

Alles in allem war es eine erfolgreiche Regatta und ein schönes Heimspiel für das Team des WSV.

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2019 - Fotos Regatta Rheine