2019 Regatta Hengelo

Großes WSV-Team bei Regatta auf dem Twentekanal in Hengelo
Zwei Debütanten dabei / Erfolgreiches Abschneiden der Mannschaft


Eine der letzten Regatten im Kalender der Rennsportabteilung des Wassersportvereins Rheine (WSV) führt in die benachbarten Niederlande. Auf dem Twentekanal in Hengelo maß sich in diesem Jahr mit 17 Sportlern ein ungewöhnliches großes WSV-Nachwuchsteam – darunter mit Max Koch und Justus Grasse wieder zwei Debütanten, für die es die erste Teilnahme an einer Regatta überhaupt bedeutete. Sie starteten in der Altersklasse Schüler A, also bei den 13- bis 14-Jährigen. Glücklich über den Zuwachs neuer Sportler waren die beiden Trainer Michael Herz und Christian Lüttmann, die das Team in Hengelo begleiteten und betreuten. „Das ist natürlich eine tolle Entwicklung, wenn sich Kinder und Jugendliche für den Kanusport interessieren und entscheiden. Das spricht ja auch für unsere Nachwuchsarbeit“, sind sich die beiden einig. Es war insgesamt ein erfolgreicher Wettkampf, bei der jeder in der WSV-Mannschaft mindestens eine Medaille mit nach Hause nehmen konnte.

So gewann Lukas Meemann bei den Schülern B die Goldmedaille über 500 und 1000 Meter, genauso wie mit dem Vierer in der Besetzung mit Justus Röttger, Emil Jürgens und Ben Kuberek. Mit seinem Zweierpartner Justus Röttger erreichte er dreimal die Silbermedaille über 125, 500 und 1000 Meter. 
Marlon Eiter im Zweier mit unterschiedlichen Kanuten aus anderen Vereinen erpaddelte sich sowohl über 125 als auch über 500 Meter die Goldmedaille, Finn Schildkamp und Fabian Reiners erreichten über die Kurzdistanz Bronze, Simon Heeke kam in seiner Altersklasse Schüler A mit seinem Partner aus den Niederlanden auch auf den dritten Platz über 500 Meter.
Ben Kuberek erreichte alleine im Einer als auch mit seinem Mannschaftskameraden Emil Jürgens über 500 Meter Bronze.
Merethe Jürgens startete im Vierer mit Fahrerinnen aus Twente und erreichte mit ihnen Silber über 500 und Bronze über 1000 Meter.
Jasper Nienhaus stieg mit einem Fahrer aus Friedrichsfelde in den Zweier und kam mit ihm sowohl über die 125 Meter, 1000 Meter und über die 2000 Meter zu einer Goldmedaille.
Und auch Trainer Christian Lüttmann ging an den Start und erpaddelte sich im Einer über 5000 Meter die Bronzemedaille.

Die Regatta eignet sich sehr gut gerade für Anfänger, da das Wasser des Kanals sehr warm ist – zudem spielte das Wetter auch mit. „Das nimmt den Neuen die Scheu vor dem Kentern“, weiß Michael Herz aus eigener Erfahrung, die allerdings schon viele Jahre zurückliegt. Außerdem konnten die jüngeren, die anfangs in Schülerbooten an den Start gehen, die deutlich sportlicheren Rennboote der erfahrerenen Mannschaftskameraden testen. „Beim Fahrradfahren wäre das so, als ob man die Stützräder weglässt“, bemüht Herz einen anschaulichen Vergleich. Zum Glück sei der „Sturz“ ins Wasser nicht so schmerzhaft wie vom Fahrrad – und bei den sommerlichen Temperaturen, die in Hengelo herrschten, eine willkommene Abwechslung. Abgesehen davon erlauben es die Regeln in den Niederlanden, die Bootsbesatzung in den Mannschaftsbooten aus verschiedenen Vereinen zusammenzustellen, so dass fehlende Mannschaftsmitglieder leicht mit Kanuten aus anderen Vereinen „aufzufüllen“ sind. Es gab daher ein buntes Hin und Her, weil jeder Sportler gefühlt den ganzen Tag über Rennen hatte. Denn auf dem Programm standen, oft mit Vorläufen, die Distanzen 125, 500, 1000, 2000 und 5000 Meter. „Nicht alle haben die Langdistanzen gepaddelt, dennoch hatten einige kaum Zeit für eine Mittagspause, um mal was zu essen“, schmunzelte Herz. Aber genau das mache den Charme dieser Regatta aus.

Den Saisonabschluss bildet am kommenden Wochenende die Regatta in Herringen, bevor es ins Wintertraining geht.

Eine ungewöhnlich, aber erfreulich große WSV-Mannschaft trat bei der Twente-Regatta in Hengelo an: die beiden Trainer Michael Herz und Christian Lüttmann, Yannick Wehrmeier, Emil Jürgens, Justus Röttger, Eric Böckenhauer, Ben Kuberek, Kyra Brüning (Betreuerin), Lukas Meemann, Simon Heeke, Merethe Jürgens (hintere Reihe von links); Jasper Nienhaus, Kevin Hempel, Finn Schildkamp, Erik Neumann, Fabian Reiners und Marlon Eiter sowie die beiden Debütanten Max Koch und Justus Grasse (vordere Reihe von links).