2020_Sprint Amsterdam

WSV-Rennsportler beim Sprintmarathon in Amsterdam

Erster Wettkampf nach der langen Corona-Pause

 Es ist bereits September, die Saison ist fast vorbei – und die Rennsportler des Wassersportvereins absolvierten nach der langen Corona-Zwangspause ihren allerersten Wettkampf. In Deutschland sind bis jetzt alle großen und kleinen Regatten abgesagt, an denen sie normalerweise teilgenommen hätten. Deshalb führte sie diese in die benachbarten Niederlande zum Viking-Sprintmarathon. Gepaddelt wurde auf einem Kanal; Ausrichter der dritten Auflage dieser Veranstaltung ist die Kanuvereinigung Amsterdam.

Die WSVer gingen in der Altersklasse „jeugd en 2de jeugd“ an den Start, was man mit „Jugend und zweite Jugend“ übersetzen könnte. Die Altersspanne ging dabei von zehn bis 16 Jahren und 45+ Jahren. Es galt, insgesamt drei Runden mit zwei Portagen (Strecke an Land, die mit dem Boot in der Hand zu laufen ist) zu bewältigen, insgesamt sind das 3,9 Kilometer. „Diese Portagen sind einzigartig, denn man fährt mit maximaler Geschwindigkeit auf ein Schilf-Ufer zu und versucht, kurz vorher sein Boot anzuheben, um dann an Land auszusteigen“, beschreibt Trainer Christian Lüttmann, der in der offenen Klasse startete, die Besonderheit dieses Sprintmarathons.  

 Dabei lief es für Simon Heeke (AK 16) und Jasper Nienhaus (AK 14) ziemlich gut. Beide landeten in ihren Vorläufen jeweils auf dem zweiten Platz, so dass sie mit diesem Ergebnis im A-Finale starten durften. Dort hatte Jasper Nienhaus dann WSV-intern die Nase vorn, denn er erkämpfte sich den dritten Platz, während Simon Heeke auf Platz 5 fuhr.

 Für Kevin Rempel, Erik Neumann, Ben Kuberek (alle AK 13) war es eine Premiere, denn sie sind bis jetzt noch nie einen Marathon gefahren und waren dementsprechend aufgeregt. Aber sie machten in den Vorläufen ihre Sache gut und landeten auf dritten beziehungsweise vierten Plätzen und qualifizierten sich damit für das B-Finale. Das beendete Ben Kuberek als Sieger; Kevin Rempel wurde 4., Erik Neumann 5. 

Großes Pech hatte dagegen Lukas Meemann (AK 13). Er beendete seinen Vorlauf als Erster, was ihn in das A-Finale brachte. Dort aber wurde er kurz vor einer Brücke von einem niederländischen Fahrer so attackiert und abgedrängt, dass er mit dem Paddel den Brückenpfeiler touchierte und ins Straucheln kam und anschließend kippen ging – das Rennen war für ihn vorbei, denn er hatte keine Möglichkeit, wieder ins Boot zu steigen. 

 Auch Trainer Christian Lüttmann stieg ins Marathonboot, um in der offenen Klasse ins Rennen zu gehen. Er beendete sowohl seinen Vorlauf als auch das anschließende B-Finale als Vierter. 

 Insgesamt waren die beiden Trainer Lüttmann und Carsten Lausberg gut zufrieden mit ihren Schützlingen. „Alle waren froh, endlich wieder einen Wettkampf fahren zu können. Blöd war nur, dass Lukas das einzige Rennen dieses Jahres nicht beenden konnte“, zog Lausberg Bilanz.  

Kurz vor dem Saisonende gab es für Ben Kuberek, Lukas Meemann, Erik Neumann, Simon Heeke, Kevin Rempel, Jasper Nienhaus und Christian Lüttmann (von links) mit dem Sprintmarathon in Amsterdam doch noch einen Wettkampf zu absolvieren. 

 >>>Vereinsnews