2020 Blumenwiese

Umweltgedanke wird groß geschrieben beim WSV Rheine
Blumenwiese und Insektenhotel geben ehemaliger Brachfläche Sinn

Schön war sie nicht – und richtig genutzt wurde sie ebenfalls nicht. Auf der Brachfläche hinter den Doppelgaragen, in denen der Wassersportverein Rheine am Kettelerufer Wanderboote beherbergt, stapelte sich Bauschutt, Pflastersteine wurden dort ebenso gelagert wie alte Schildermasten. Da die Fläche zu zwei Seiten von einer mannshohen Hecke vor Blicken geschützt war, fiel sie auch nicht großartig auf. „Die Pröddelecke war mir aber schon lange ein Dorn im Auge“, betont Josef Siepker, langjähriges Vereinsmitglied. In ihm reifte die Idee, diese Fläche sinnvoll zu nutzen. Und so kam er darauf, auf den fast 40 Quadratmetern eine Blumenwiese anzulegen und ein Bienenhotel zu installieren. 

Auch der Vorsitzende des WSV, Markus Droste, war von der Idee sofort angetan und meinte nur: „Mach´ mal. Das passt doch sehr gut zu uns als Kanuverein, bei dem der Umweltschutz und der ökologische Gedanke sowieso groß geschrieben werden.“

Gesagt – getan, Siepker ist ein Mann der Tat. Also holte er sich die drei Brückenjobber Brian Gailberger, Ralf Hilpert und Dieter Schweinoch zur Hilfe und mit ihrer tatkräftigen Unterstützung begann er, die Fläche von Unrat zu befreien, den Schrott führten sie der Wiederverwertung zu, der Bauschutt wurde in einer notwendigen Tiefe abgetragen und mit Mutterboden wieder aufgefüllt. Bei diesen Arbeiten war auch der Gewässer- und Naturschutzwart Peter Nagelmann mit im Boot.

Dann wurde es Zeit, die Blumensamen einzusäen. Die Wahl fiel auf Senf, der intensiv gelb blüht und damit Bienen anlockt und ihnen reichlich Pollen und Nektar bietet. „Zudem habe ich bei mir zuhause in der Garage ein Wildbienenhotel gezimmert, das wir dann an der Blühwiese angebracht haben“, erläutert Josef Siepker und fügt zufrieden hinzu, dass die Vereinskasse, wie vorher von ihm zugesagt, mit „keiner müden Mark“ belastet wurde. Stolz ist er auch auf die Zusammenarbeit mit den Brückenjobbern und Peter Nagelmann. „Die Zusammenarbeit hat nicht nur super geklappt, sondern hat auch allen Spaß gemacht“, berichtet er von den vergangenen zwei Monaten. Sie seien sich alle sicher gewesen, dass hier etwas Gutes entstehe – und damit haben sie auf alle Fälle recht, denn die Wiese steht im Moment in voller Blüte und wird von zahlreichen Insekten angeflogen. 

Die Brückenjobber Dieter Schweinoch, Rolf Hilpert und Brian Gailberger (von links) haben mit Josef Siepker (rechts) und Peter Nagelmann (nicht im Bild) aus der ehemaligen „Pröddelecke“ ein Paradies für Bienen und Hummeln gemacht.