2021 Deutsche Kanumeisterschaften

K2 und K4 im Endlauf der Deutschen Meisterschaften im Kanurennsport

Meemann erreicht Platz 8 im Kanumehrkampf  /  K2 und K4 komplettiert mit Kanuten vom CC Emsdetten

Die 100. Deutschen Meisterschaften im Kanurennsport auf der Regattastrecke in Hamburg-Allermöhe auf der Dove-Elbe sind Geschichte. Sie fanden in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie in zwei Partien statt: einmal für Schüler A und Jugend, einmal für Junioren und Leistungsklasse.

Vom Wassersportverein Rheine nahmen mit Lukas Meemann, Ben Kuberek, Kevin Rempel und Justus Röttger vier Schüler A und mit Jasper Nienhaus ein Jugendfahrer teil. Komplettiert wurden das Jugend-Team von Justus Welle, Jan Ott und Timo Hoppe vom Canuclub Emsdetten. Sie starteten als Renngemeinschaft für den WSV, damit auch in dieser Altersklasse Mannschaftsboote an den Start gehen konnten. Bis auf Jasper Nienhaus waren es für die anderen WSVer die ersten Deutschen Meisterschaften.

„Der K2 mit Lukas Meemann und Ben Kuberek lief schon im Training gut“, erinnert sich WSV-Rennsportwart Reinhard Ross an die Vorbereitungszeit von fünf Wochen in den Sommerferien. Und so erreichte das Boot erwartungsgemäß den Zwischenlauf und schaffte es zur totalen Überraschung der Trainer sogar in den Endlauf, den es auf Platz 9 beendete. „Hier waren viele Renngemeinschaften aus den anderen Bundesländern am Start, so dass nur wir und der CC Emsdetten als Vereinsteam gelistet waren, die uns eindeutig unsere Grenzen aufgezeigt haben“, muss Ross dennoch zugeben, freut sich aber umso mehr über den neunten Platz.
Das noch unerfahrenere Duo Kevin Rempel, für den es die dritte Regatta überhaupt in seinem Paddlerleben war, und Justus Röttger kam über den Vorlauf nicht hinaus.

Besser lief es für den K4. „Wir hatten uns in der Vorbesprechung eigentlich so eingeschätzt, dass wir ‚nur‘ die nächste Runde erreichen wollten. Allerdings gab es auch hier eine angenehme Überraschung, denn das Boot mit der Besatzung Lukas Meemann, Ben Kuberek, Kevin Rempel und Justus Röttger erreichte auf Anhieb den Finallauf“, ist Ross, ebenso wie seine beiden Trainerkollegen Carsten Lausberg und Christian Lüttmann, sehr zufrieden mit dem Abschneiden des Vierers. „Als reines Vereinsboot zwischen all den Schülerauswahlteams ist diese Finalteilnahme fast wie eine Medaille zu bewerten“, betonen alle drei.

 Lukas Meemann glänzte zudem noch im Kanumehrkampf und erreichte einen beachtlichen Platz 5 in der Altersklasse 14. Der WSV kam damit in der Gesamtwertung auf Rang 8.

 Für die Jugendlichen Jasper Nienhaus und Justus Welle im K2 von der „Renngemeinschaft“ Rheine/Emsdetten war leider immer schon im Vorlauf Schluss. „Das ist aber auch kein Wunder, denn die beiden sind erstjährig und hatten gegen die vielen Auswahlboote der anderen Bundesländer kaum eine Chance“, meint Reinhard Ross.

Gut im Rennen lag der K4 über 5000 Meter mit Jasper Nienhaus und seinen „Kollegen“ Justus Welle, Jan Ott und Timo Hoppe. „Sie lagen gut in der Führungsgruppe, fielen aber dann im Verlaufe des Rennens wegen eines unverschuldeten Zusammenpralls an der Wende aus der Spitzengruppe ab, waren dann chancenlos, aber kämpften sich dennoch ins Ziel“, erzählt Reinhard Ross vom Pech des Vierers. 

Trotzdem sind die Trainer im Ganzen gut zufrieden mit dem Abschneiden ihrer Schützlinge. „Wir Trainer aus Emsdetten und Rheine wollten den jungen Sportlern die Möglichkeit der Teilnahme geben und eine Plattform bieten, um zu zeigen, dass das Wintertraining online und zumeist allein nicht umsonst war“, betont Reinhard Ross. Denn die Vorbereitungsphase im Winter ist für die WSV-Kanuten wegen der Corona-Pandemie alles andere als reibungslos abgelaufen. Das Bootshaus war lange geschlossen und Training auf der Ems somit nicht möglich – anders als an den großen Leistungsstützpunkten. Das erklärte Ziel des Trainertrios sind die nächsten Deutschen Meisterschaften im kommenden Jahr in Brandenburg. „Wir wollen dann ‚voll‘ reinhauen – wir hoffen, dass dem nicht wieder ein Lockdown in den Weg kommt“, geben sie einen Ausblick auf 2022.
Jetzt konzentrieren sich die WSVer aber auf den Kanumarathon, der Mitte Oktober in Rheine auf „ihrer“ Ems stattfindet. „Hier wollen sie den Anderen zeigen, was sie in den Überdistanzen draufhaben.“

Der Schüler A-Vierer mit Justus Röttger, Lukas Meemann, Kevin Rempel und Ben Kuberek (von links).

Der WSVer Jasper Nienhaus (zweiter von links) mit den drei ausgeliehenen Kanuten Timo Hoppe, Jan Ott und Justus Welle (von links) vom CCE.

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