2021 Regatten Amsterdam und Hamm

Erfahrener WSV-Nachwuchs beim Sprintmarathon in Amsterdam
Jüngere Paddler beim Nachwuchswettkampf auf dem Datteln-Hamm-Kanal


In dieser wegen der Corona-Pandemie sehr wettkampfarmen Zeit haben die Kanuten des Wassersportvereins Rheine (WSV) an gleich zwei Regatten teilgenommen.

Den weiteren Weg nahmen, nicht nur die Anreise betreffend, Lukas Meemann, Kevin Rempel und Justus Röttger in Kauf. Sie starteten am Samstag beim Sprintmarathon in Amsterdam. Gefahren wurde ein vier Kilometer langer Rundkurs, unterbrochen von zwei Portagen. Die Kanuten lenkten dazu ihr Boot an Land, stiegen aus, liefen mit ihrem Boot in der Hand ein Stück, um dann wieder einzusteigen und die nächste Runde in Angriff zu nehmen. Am besten von den drei WSVern machte das Lukas Meemann. Nachdem er souverän seinen Vorlauf gewann, lief es auch im Finale für ihn gut. „In der ersten Runde etablierte er sich in der Führungsgruppe mit zwei weiteren Konkurrenten. Nach der ersten Portage konnte er sich dann alleine absetzen und ist das Rennen ungefährdet zum Sieg gefahren“, beschreibt Trainer Christian Lüttmann den Rennverlauf des 14-Jährigen.
Kevin Rempel erreichte ebenfalls das A-Finale und kam nach seinen vier Kilometern auf einen guten vierten Platz.

Kevin Rempel (rechts) und Justus Röttger steigen zur Portage aus, während Lukas Meemann bereits wieder auf dem Wasser ist.

Pech hingegen hatte Justus Röttger im A-Finale. „Er fuhr anfangs mit Kevin gleichauf, aber haute mit seinem Steuer an der zweiten Portage auf den Boden“ berichtet Lüttmann vom Unglück. Ergebnis: Das Steuer war krumm, so dass sein Boot nur noch nach rechts steuerte. „Nach etwa 100 Metern ist Justus dann ausgestiegen, hat mit meiner Hilfe das Steuer zwar wieder geradegebogen und ist weitergefahren.“ Allerdings hatte er durch diese Aktion so viel Zeit verloren, die er auf den letzten Kilometern nicht mehr aufholen konnte, so dass er sich am Ende des Rennens auf Rang 5 wiederfand. „Ich war am Boden zerstört wegen dieser Sache“, meinte der Pechvogel hinterher.
Dennoch zieht Christian Lüttmann ein positives Fazit. „Alle drei haben es ins A-Finale geschafft, so dass sie nun gut gerüstet für den Kanumarathon bei uns in Rheine im Oktober sind.“

Gingen über die Vier-Kilometer-Distanz in Amsterdam an den Start: Kevin Rempel, Lukas Meemann und Justus Röttger (von links).

Am Sonntag stand für Marlon Eiter, Viktor Maidachevskyi und Erik Möller ein Wettkampf in Hamm auf dem Programm, der kurzfristig für die Altersklassen 7 bis 12 organisiert worden war. So starteten etwa 60 Schüler auf dem Datteln-Hamm-Kanal.
Eine Besonderheit dieser Regatta war ein Vier x 200 Meter-Staffelrennen. Dazu bekamen die drei WSVer Unterstützung von einem Kanuten aus Hamm. Das Quartett paddelte sich auf den Bronzeplatz. „Die Wechsel haben gut geklappt“, lobt Betreuer Thomas Möller das Rennen.
Erik Möller (AK 10) ging im Einer über 200 und 500 Meter an den Start. Er belegte den 4. beziehungsweise 5. Platz im Vorlauf. Über die gleiche Distanz paddelte auch Viktor Maidachevskyi (AK 12), der dabei Platz 4 sowie Platz 6 im Vorlauf errang.
Marlon Eiter (AK 11) belegte zweimal einen dritten Platz. Allerdings hatte er etwas mit dem Material zu kämpfen. „Normalerweise fährt er Rennboot, die hier aber nicht erlaubt waren. So musste er ein für ihn ungewohntes Schülerboot fahren“, erläutert Trainer Steffen Göcking das Ergebnis.
Für Erik Möller und Viktor Maidachevskyi war das alles Neuland. „Die beiden Nachwuchskanuten sind erst seit ungefähr zwei Monaten dabei, Marlon Eiter war dagegen schon ein ‚alter Hase‘,“, merkten Steffen Göcking und Thomas Möller an.
Auch hier ziehen die beiden eine positive Bilanz. „Es ist schön, dass die jungen Kanuten vor dem Wintertraining noch einmal die Chance hatten, aufs Wasser zu gehen und sich mit anderen Sportlern zu messen. Das war genau das Richtige, vor allem für die Anfänger.“

 

Die Jüngsten des WSV starteten beim Nachwuchswettkampf in Hamm: Marlon Eiter, Erik Möller und Viktor Maidachevskyi (von links) mit Trainer Steffen Göcking (hinten links) und Betreuer Thomas Möller.

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