Dritter Teil des Kanumarathon-Wettkampfes in Essen auf dem Baldeneysee
Essen. Was stellt man sich vor, wenn man den Namen Wintercup hört? Eis, Schnee, Kälte, Wind. Genau das gab es beim dritten von vier Teilen des Wintercups im Kanumarathon, der auf dem Baldeneysee in Essen ausgetragen wurde.
Die äußeren Bedingungen sind schon bei der Frühjahrsregatta im April dort nicht nur für jüngere Sportler sehr anspruchsvoll. Jetzt mussten sich die sechs Kanutinnen und Kanuten des Wassersportvereins Rheine bei starkem Ostwind Temperaturen von -4 Grad und leichtem Schnee am Ufer stellen. Für die Schüler standen zwei Runden mit insgesamt sechs Kilometern, für die Älteren vier Runden mit insgesamt 12 Kilometern auf dem Programm.
„Der Ostwind hat wohl Probleme gemacht“, resümierte Trainerin Isabel Greiwe. Er sei jeweils von schräg hinten beziehungsweise vorne gekommen und in den Wenden von der Seite, was den jüngeren WSV-Mädels zu schaffen machte. Auch das Material litt unter den Minustemperaturen. Marit Möller konnte aufgrund von technischen Problemen nicht starten. „Ihr Steuer war eingefroren, was sie leider erst beim Einfahren bemerkt hat“, bedauert Greiwe den Ausfall.
Die anderen drei Mädchen lieferten solide Rennen ab, sodass Rieke Emsmann auf Rang vier fuhr (einzige Schüler C-Starterin, daher Platz 1 in der Altersklasse), Pauline Havers erreichte Platz fünf (Platz 1 bei den Schülerinnen B), ganz knapp vor ihrer Teamkollegin Milana Brungardt, die damit auf Platz sechs kam (Platz 2 Schülerinnen B).
Bei der Herren Leistungsklasse gingen zwei WSVer an den Start. Routinier Lukas Meemann wurde Sechster, Christian Lüttmann wurde 19. in dieser Altersklasse.
Trainerin Isabel Greiwe hätte sich etwas mehr Selbstsicherheit und Selbstvertrauen von ihren Mädchen gewünscht. „Mit Blick auf die Frühjahrsregatta in ein paar Wochen und den Westdeutschen Meisterschaften im Sommer, die ebenfalls auf dem Baldeneysee stattfinden, hätte es ihnen geholfen, sich besser durchzusetzen – trotz der widrigen Umstände.“
Dennoch schauen sowohl sie als auch Trainerkollege Christian Lüttmann positiv nach vorne, was die anstehenden Trainingswochen und das Finale des Wintercups in Venlo Anfang Februar angeht.

Bildzeile: Trotzten Minustemperaturen, eisigem Ostwind und Wellengang auf dem Baldeneysee: Marit Möller (konnte leider nicht starten), Milana Brungardt, Christian Lüttmann, Lukas Meemann (hinten von links), Rieke Emsmann und Pauline Haver (vorne von links).

